Baumit

Ideen mit Zukunft.

Wenn bei Kälteeinbruch die Heizung streikt

Ohne Dämmung droht bei Kälte binnen weniger Stunden ein dramatischer Temperaturabfall im Hausinneren.

Freitagabend und der Winter zeigt sich von seiner strengen Seite. Während das Außenthermometer bei 12° C unter Null steht, freut sich die Familie im Wohnzimmer über behagliche 21° C. Plötzlich meldet das Zimmerthermostat ein technisches Gebrechen, der Heizkessel verweigert seine Dienste, der Installateur ist erst wieder am Montag erreichbar - ein Albtraum für jeden Hausbesitzer. Was sich ohne Heizung in den folgenden 48 Stunden abspielt, haben die Experten des Viva Forschungsparks von Baumit jetzt simuliert.

Dämmen schützt vor Kälte und sorgt für Behaglichkeit
48 Stunden wurde in den Forschungshäusern die Heizung abgeschaltet. "Was dann passierte war in seiner Deutlichkeit auch für die Experten überraschend", so Jürgen Lorenz, Leiter F&E bei Baumit Wopfinger, "denn die Unterschiede in der Wärmespeicherfähigkeit der einzelnen Wandkonstruktionen waren markant". So wies ein völlig ungedämmtes Ziegelhaus nach 2 Tagen nur mehr eine Innenraumtemperatur von 4° C und eine Wandtemperatur von 1° C auf. Das gedämmte Massivhaus (25er-Ziegel bzw. Beton) hielt nach 48 Stunden ohne Heizung sowohl bei Innen- als auch bei Wandtemperaturen Werte zwischen 15° C bis 17° C.

Auf die Speichermasse kommt es an
Neben einer professionell verlegten Wärmedämmung hat die Speichermasse der Wandkonstruktion entscheidenden Einfluss auf Raumtemperatur und Wohlfühlfaktor. So belegen die Messungen, dass massive, schwere Wände die Heizwärme speichern und sie erst durch den Ausfall der Heizung langsam wieder abgaben. Lorenz: „Dieser Puffer-Effekt sorgt für konstantere Innenraumtemperaturen und im Winter für Behaglichkeit." Je „leichter“ die Bauweise der Wandkonstruktion ist, desto niedriger waren die gemessenen Innenraumtemperaturen, obwohl alle Wandbildner den exakt gleichen U-Wert und auch gleiche Dämmwirkung aufwiesen.

Viva, der Forschungspark von Baumit
Viva, der Forschungspark von Baumit ist mit zehn Forschungshäusern im niederösterreichischen Wopfing das größte Forschungsprojekt für vergleichende Baustoffe in Europa. Hier werden erstmals in der Praxis eingesetzte Materialkombinationen unter Berücksichtigung des Nutzerverhaltens umfassend wissenschaftlich getestet. Die Messungen, Analysen und Evaluierungen werden von externen, unabhängigen Forschungseinrichtungen in enger Zusammenarbeit mit Baumit durchgeführt.